Google Earth ist ein seltsames Werkzeug. Es macht die Welt sichtbar – aber manchmal macht es auch sichtbar was eigentlich nicht da sein sollte.
In der Antarktis gibt es zwei Koordinaten die in der Haunebu-Community seit Jahren zirkulieren. Zwei Öffnungen im Eis. Groß. Dunkel. An Stellen wo das Eis aufbricht auf eine Art die nicht ganz natürlich wirkt.
Prüf sie selbst:
-66° 36′ 12.58″, +99° 43′ 12.72″ -66° 33′ 11.56″, +99° 50′ 17.46″
Google Earth eingeben. Satellitenbild aufrufen. Eigene Schlüsse ziehen.
Was zu sehen ist

Beide Koordinaten liegen im ostantarktischen Küstenbereich – einer Region die zu den am wenigsten erforschten der Erde gehört. Was die Satellitenbilder zeigen sind dunkle Öffnungen in der Eisoberfläche oder im Küstenfelsen – je nach Betrachtungswinkel und Bildaktualisierung unterschiedlich deutlich sichtbar.
Die Öffnungen sind groß. Groß genug dass Betrachter die Dimensionen mit bekannten Objekten verglichen haben – und zu dem Schluss kamen dass dort Fahrzeuge von erheblicher Größe einfahren könnten. Eine Haunebu II mit einem Durchmesser von angeblich 26 Metern würde Platz finden.
Einige Betrachter haben an einer der Öffnungen eine Struktur beobachtet die sie als metallische Verstärkung des Eingangs interpretieren – ein Hinweis darauf dass die Öffnung nicht rein geologischen Ursprungs ist. Das ist spekulativ. Aber es ist beobachtbar.
Update: Stand Mai 2026 – die Koordinaten heute

Der Screenshot spricht für sich.
Die Koordinate -66° 33′ 11.56″, +99° 50′ 17.46″zeigt in aktuellen Google Earth-Bildern eine geschlossene, makellose Eisfläche. Kein Eingang. Keine Öffnung. Nichts.
Die ursprüngliche Quelle die den Fund dokumentierte – disclose.tv – ist nicht mehr erreichbar. Die Seite existiert nicht mehr in der Form die 2018 zitiert wurde.
Was bedeutet das?
Drei Erklärungen stehen nebeneinander, alle konsistent mit dem was wir sehen:
Erklärung 1 – Natürliche Eisveränderung. Die Antarktis ist dynamisch. Eisschilde bewegen sich, Öffnungen schließen sich, Küstenlinien verändern sich. Was 2018 sichtbar war, kann 2026 unter einer neuen Eisschicht liegen.
Erklärung 2 – Aktualisiertes Satellitenbild. Google Earth zeigt nicht immer dasselbe Bild. Wenn ein neuerer Satellitenüberflug eine andere Perspektive oder andere Lichtverhältnisse liefert, verschwindet eine Öffnung aus dem sichtbaren Bereich ohne dass sich vor Ort etwas verändert hat.
Erklärung 3 – Digitale Überarbeitung. Die in der Community kursierende Interpretation: jemand hat die Öffnung in den Bilddaten entfernt. Photoshop auf Planetenebene. Eine Eisfläche über das was nicht gesehen werden soll.
Welche Erklärung stimmt, lässt sich nicht verifizieren. Und genau das macht diesen Befund zu einem der ehrlichsten Momente in diesem Archiv: wir dokumentieren was war, was jetzt ist, und lassen die Frage offen.
Die Koordinaten bleiben im Artikel. Wer sie heute eingibt sieht Eis. Wer sie morgen eingibt – vielleicht etwas anderes.
Natürlich oder nicht – die falsche Frage
Die Diskussion ob diese Öffnungen natürlich entstanden sind oder künstlich verändert wurden, führt in eine Sackgasse.
Die Antarktis hat tatsächlich ein ausgedehntes Höhlensystem unter dem Eis. Das ist keine Spekulation – es ist dokumentierte Geologie. Vulkanische Aktivität unter dem Westantarktischen Eisschild erzeugt Hohlräume. Schmelzwasserprozesse schaffen Tunnel. Die Frage ist nicht ob dort Höhlen existieren. Die Frage ist ob bestimmte Höhlen in einem bestimmten Gebiet zu einem bestimmten Zeitpunkt erweitert oder zugänglich gemacht wurden.
Diese Frage lässt sich mit Satellitenbildern nicht beantworten.
Die Verbindung zu Neuschwabenland und Base 211
Die beiden Koordinaten liegen nicht in Neuschwabenland – dem 1938 von Deutschland kartographierten Antarktisgebiet – sondern im ostantarktischen Bereich. Das schwächt die direkte Verbindung zur Base 211-Überlieferung.
Aber es stärkt eine andere Dimension des Mythos: die Idee dass das antarktische Höhlensystem nicht auf einen einzigen Standort beschränkt ist. In der Überlieferung zu Agartha erstreckt sich das unterirdische Netzwerk über den gesamten Planeten – mit Zugängen an verschiedenen Stellen die nicht alle am gleichen Ort liegen müssen.
Neuschwabenland wäre dann nicht der einzige Eingang. Sondern einer von mehreren.
Die Haunebu-Flugscheiben brauchen in dieser Logik keine sichtbare Landebahn. Sie brauchen eine Öffnung groß genug zum Einfahren – und ein unterirdisches System das Platz für Lagerung, Wartung und Operationen bietet.
Diese beiden Koordinaten passen in dieses Bild. Ob sie es bestätigen, ist eine andere Frage.
Was Google Earth zeigt – und was nicht
Google Earth aktualisiert Antarktis-Bilder unregelmäßig und mit unterschiedlicher Auflösung. Was heute sichtbar ist, kann in einem Jahr durch ein neueres Bild überdeckt sein – oder klarer sichtbar werden.
Das macht die Koordinaten zu einem lebendigen Beobachtungsobjekt. Wer sie heute eingibt bekommt ein anderes Bild als jemand der sie in drei Jahren eingibt. Die Community die diese Koordinaten beobachtet, dokumentiert Veränderungen über Zeit.
Das ist kein Beweis für irgendetwas. Aber es ist eine Methode die offen und wiederholbar ist – und das unterscheidet sie von den meisten anderen Elementen des Haunebu-Mythos.
Das Neuschwabenland Expedition T-Shirt entstand aus der Faszination für genau diesen Ort – das Ende der Welt als Anfang einer anderen Geschichte.
FAQ
Was zeigen die Antarktis-Koordinaten bei Google Earth? Zwei dunkle Öffnungen im Eis bzw. im Küstenfelsen der Ostantarktis. Die Öffnungen sind groß und ihre Entstehung ist nicht eindeutig als rein natürlich oder künstlich klassifizierbar. Koordinaten: -66° 36′ 12.58″, +99° 43′ 12.72″ und -66° 33′ 11.56″, +99° 50′ 17.46″
Gibt es tatsächlich Höhlen in der Antarktis? Ja. Das antarktische Höhlensystem ist geologisch dokumentiert – entstanden durch vulkanische Aktivität und Schmelzwasserprozesse unter dem Eis. Die Frage ist nicht ob Höhlen existieren, sondern ob bestimmte Öffnungen natürlichen oder anderen Ursprungs sind.
Was hat das mit Haunebu zu tun? In der Haunebu-Überlieferung ist die Antarktis der Rückzugsort des Programms nach Kriegsende – Base 211 in Neuschwabenland als operativer Standort. Die Google-Earth-Koordinaten liegen außerhalb von Neuschwabenland, passen aber in die erweiterte Überlieferung eines antarktischen Höhlennetzwerks.
Sind die Öffnungen künstlich? Nicht beweisbar. Einige Betrachter beschreiben strukturelle Merkmale die auf eine Verstärkung des Eingangs hindeuten könnten. Geologische Erklärungen sind ebenso möglich. Die Frage bleibt offen.
Verändert Google Earth die Bilder dieser Koordinaten? Ja – Antarktis-Satellitenbilder werden unregelmäßig aktualisiert. Was heute sichtbar ist kann morgen anders aussehen. Das macht die Koordinaten zu einem Beobachtungsobjekt das über Zeit verfolgt werden kann.
Quellen: – Neuschwabenland. Wikipedia DE → https://de.wikipedia.org/wiki/Neuschwabenland – Koordinatenangaben ursprünglich aus der Haunebu-Community. Eigenständige Verifikation über Google Earth möglich und empfohlen. – Alle spezifischen Angaben zur Haunebu-Verbindung entstammen der nicht verifizierbaren Überlieferungsliteratur und sind als Mythos-Kontext zu verstehen.