Sie wurde 1831 als Helena Petrovna von Hahn-Rottenstein geboren, heiratete kurz und unglücklich einen russischen Gouverneur – eine Ehe die, nach ihrer eigenen Aussage, nie vollzogen wurde – und nahm seinen Namen trotzdem mit in die Geschichte. Helena Petrovna Blavatsky. Spiritistin, Okkultistin, Reisende, Schriftstellerin.
Und die Frau ohne die der Haunebu-Mythos eine andere Form hätte.
Eine Persönlichkeit die Wege kreuzte

Blavatsky war keine Randfigur ihrer Zeit. Die Gründerin der Theosophischen Gesellschaft – 1875 in New York, später mit Hauptsitz in Adyar, Indien – zog Menschen an die nach etwas suchten das weder die Kirche noch die aufkommende Naturwissenschaft befriedigend beantwortete.
Einer von ihnen war Mahatma Gandhi.
Gandhi begegnete Blavatskys Werk als junger Jurastudent in London und fand durch die Theosophie den Weg zurück zu seinen eigenen indischen Wurzeln – zur Bhagavad Gita, zum Hinduismus, zu einer Spiritualität die er im britischen Bildungssystem verloren hatte. Er schrieb ihr das explizit zu. Das ist keine Fußnote – das ist ein Hinweis auf die Reichweite ihrer Wirkung.
Künstler, Schriftsteller, Philosophen, Wissenschaftler – Blavatskys Lehren hinterließen Spuren in einem Umfang der weit über die Esoterik-Szene hinausging. Was sie dachte und schrieb, wanderte in andere Köpfe und trat dort in Verbindung mit anderen Ideen.
Blavatsky und VRIL – die entscheidende Verbindung
In ihrem Hauptwerk „Die Geheimlehre“ – erschienen 1888, kurz vor ihrem Tod – zitierte Blavatsky den Begriff VRIL aus Edward Bulwer-Lyttons Roman „The Coming Race“ von 1871 und behandelte ihn nicht als Fiktion, sondern als Beschreibung einer realen kosmischen Urkraft.
Das war keine kleine Behauptung. Für Blavatsky war VRIL der literarische Ausdruck von etwas das sie in ihrer eigenen Forschung als fundamentale Lebensenergie identifiziert hatte – eine Kraft die der Akasha, dem Prana, dem Chi verwandt war, aber spezifisch westlich codiert. Eine Energie die in der modernen Welt vergessen worden war, aber nicht verschwunden.
Die Theosophische Gesellschaft hatte zu dieser Zeit Tausende Mitglieder und eine internationale Infrastruktur. Was Blavatsky dachte, wurde gelesen. Was sie als real bezeichnete, wurde erforscht.
In den deutschen Okkultistenkreisen der Nachkriegszeit – den Vorläufern der Thule- und Vril-Gesellschaft – war Blavatskys Werk Pflichtlektüre. Ihre Beschreibung von VRIL als realer kosmischer Kraft gab den deutschen Esoterikern den theoretischen Rahmen für das was sie als nächstes versuchten: diese Kraft zu kanalisieren, zu erfahren, und technisch nutzbar zu machen.
Von der Theosophie zur Jenseitsflugmaschine
Die Verbindungslinie ist nicht direkt. Blavatsky hat nie eine Flugscheibe entworfen. Sie ist 1891 gestorben – mehr als dreißig Jahre bevor die Jenseitsflugmaschine angeblich gebaut wurde.
Aber die Logik ist konsistent: Blavatsky etablierte VRIL als ernstzunehmendes Konzept in intellektuellen Kreisen. Deutsche Okkultisten nahmen dieses Konzept auf und versuchten durch Channeling-Praktiken Zugang zu dieser Kraft zu erlangen. Die VRIL-Damen – Maria, Sigrun und die anderen – empfingen laut Überlieferung kosmische Baupläne die auf dieser Energie basierten. Das Ergebnis war die erste Impulsmaschine, der Vorläufer aller Haunebu-Antriebe.
Blavatsky steht am Anfang dieser Kette. Nicht als Ingenieurin. Als Impulsgeber.
Die VRIL-Energie als Konzept und die Viktor Schaubergersche Implosionstheorie als technische Umsetzung – beide wären ohne den intellektuellen Boden den Blavatsky bereitet hatte schwerer vorstellbar.
Das In Vril We Trust T-Shirt trägt eine Überzeugung die ohne Blavatsky nicht existieren würde – ob man das beim Anziehen bedenkt oder nicht.
Wer sie war – jenseits der Legende
Blavatsky war eine der meistumstrittenen Persönlichkeiten ihrer Zeit. Die Society for Psychical Research untersuchte sie 1885 und bezeichnete sie als Betrügerin. Anhänger und Kritiker stritten jahrzehntelang über ihre medialen Fähigkeiten, ihre Reisen nach Tibet, ihre Kontakte zu den sogenannten Mahatmas.
Was unbestritten ist: Sie schrieb. Viel, dicht, mit einer Belesenheit die selbst Kritiker anerkannten. „Isis Unveiled“ (1877) und „Die Geheimlehre“ (1888) sind keine leichte Lektüre – sie sind monumentale Synthesen aus östlicher Philosophie, westlicher Esoterik, Naturwissenschaft und Spekulation.
Sie starb am 8. Mai 1891 in London. Ihr Geburtstag, der 31. Juli, wird von Theosophen weltweit als „White Lotus Day“ begangen.
Ob ihre Lehren wahr sind, ist eine Frage die jeder für sich entscheidet. Dass sie Wirkung hatten – auf Gandhi, auf deutsche Okkultisten, auf die Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts – ist nicht bestreitbar.
FAQ
Wer war Helena Blavatsky? Eine russischstämmige Spiritistin, Okkultistin und Schriftstellerin (1831–1891) die 1875 die Theosophische Gesellschaft gründete. Ihr Hauptwerk „Die Geheimlehre“ gehört zu den einflussreichsten esoterischen Texten des 19. Jahrhunderts.
Was hat Blavatsky mit VRIL zu tun? In „Die Geheimlehre“ zitierte sie den VRIL-Begriff aus Bulwer-Lyttons Roman und behandelte ihn als Beschreibung einer realen kosmischen Urkraft. Damit etablierte sie VRIL als ernstzunehmendes Konzept in intellektuellen und okkulten Kreisen – und legte den Grundstein für die deutschen Okkultistenkreise die später die Vril-Gesellschaft bildeten.
Was hat Blavatsky mit Haunebu zu tun? Indirekt: Ihre VRIL-Theorie inspirierte die deutschen Okkultistenkreise der 1920er Jahre, aus denen die Vril-Gesellschaft hervorging. Die VRIL-Damen dieser Gesellschaft sollen die kosmischen Baupläne für die Jenseitsflugmaschine empfangen haben – den Vorläufer aller Haunebu-Antriebe.
Stimmt es dass Gandhi durch Blavatsky beeinflusst wurde? Ja. Gandhi begegnete der Theosophischen Gesellschaft als Jurastudent in London und schrieb Blavatsky zu, ihm den Weg zurück zu seinen indischen Wurzeln und zur Bhagavad Gita geöffnet zu haben.
War Blavatsky eine Betrügerin? Die Society for Psychical Research bezeichnete sie 1885 als solche. Anhänger bestreiten das bis heute. Was bleibt ist eine Schriftstellerin deren Werk unbestreitbare intellektuelle Wirkung hatte – unabhängig davon ob ihre medialen Fähigkeiten real waren.
Quellen: – Helena Blavatsky. Wikipedia DE → https://de.wikipedia.org/wiki/Helena_Blavatsky – Vril-Gesellschaft. Wikipedia DE → https://de.wikipedia.org/wiki/Vril-Gesellschaft – Alle spezifischen Angaben zur Verbindung zwischen Blavatsky und der Haunebu-Überlieferung entstammen der nicht verifizierbaren Überlieferungsliteratur und sind als Mythos-Kontext zu verstehen.
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