Das Archiv nickt langsam: FBI-Akten bestätigen deutsches Flugobjekt von 1944

Manchmal sitzt man seit Jahren an einem Schreibtisch, sortiert Überlieferungen, gleicht Quellen ab, schreibt Artikel über Dinge, die offiziell nicht existieren – und dann kommt das US-Verteidigungsministerium mit einer Pressemitteilung heraus und bestätigt, dass da doch was dran gewesen sein könnte. Wir sagen nichts. Wir nicken nur.

Am 8. Mai 2026 hat die US-Regierung unter Präsident Trump 162 bislang geheime Dateien zu sogenannten UAPs freigegeben – Unidentified Anomalous Phenomena, was früher einfach UFO hieß, bevor man anfing, es ernst zu nehmen. Das Programm heißt PURSUE. Die Dokumente liegen auf war.gov/UFO. Kein Clearance erforderlich. Einfach hinschauen.

Das Archiv hat hingeschaut.


PURSUE: Eine Abkürzung, die man sich merken sollte

NASA UAP 1972, Apollo Mission | Haunebu Archivum
Ein Bild aus den Archiven der war.gov – NASA 1972 Apollo Mission, mehrere unbekannte Flugobjekte (UFO)

Presidential Unsealing and Reporting System for UAP Encounters – PURSUE. Man muss dem Namensteam der Regierung lassen, dass sie wissen, wie man ein Akronym mit Botschaft baut. Die Initiative ist behördenübergreifend: Beteiligt sind Pentagon, FBI, NASA, der Geheimdienst-Koordinator DNI, das Energieministerium und das sogenannte AARO – das All-domain Anomaly Resolution Office, das seit 2022 offiziell UAP-Fälle des US-Militärs sammelt und auswertet.

Die erste Tranche enthält 162 Dateien: 14 Bilder, 28 Videos, 120 Dokumente. Sichtungen aus dem Irak, Syrien, dem Persischen Golf, Griechenland, Japan – und vom Mond. Weitere Tranchen sollen alle paar Wochen folgen. Es lagern laut Pentagon Zehntausende von Dokumenten, viele davon noch auf Papier. Das ist kein Endpunkt. Das ist ein Anfang.

Für Haunebu interessiert uns hier jedoch genau eine Seite dieser 162 Dateien besonders.


Die FBI-Akte 62-HQ-83894 – und was drin steht

Das Herzstück der historischen Freigabe ist eine FBI-Akte mit der nüchternen Bezeichnung 62-HQ-83894. Sie umfasst Ermittlungsunterlagen, Zeugenaussagen und behördliche Berichte zu Flugscheiben-Sichtungen aus dem Zeitraum Juni 1947 bis Juli 1968. Teile davon waren bereits über die FOIA-Auskunftspflicht zugänglich – allerdings mit deutlich mehr Schwärzungen und fehlenden Seiten. Die jetzt veröffentlichte Version enthält mehrere neu deklassifizierte Seiten und weniger Balken.

Was steht drin? Unter anderem Fotos aus Oak Ridge, Tennessee. Technische Vorschläge zu möglichen Antriebssystemen. Das berühmte Roswell-Memo: Ein FBI-Agent aus dem Dallas Field Office berichtet an das Hauptquartier, dass ein Air-Force-Major gemeldet habe, ein „Objekt, das einer fliegenden Untertasse ähnelt“ sei nahe Roswell, New Mexico, geborgen worden. Für unseren Roswell-Artikel haben wir das bereits eingeordnet – die neue Version dieser Akte liefert jetzt mehr Seiten dazu.

Und dann ist da noch etwas anderes.


Der Hinweis, der in keinem Lehrbuch steht – Deutsches Flugobjekt FBI Akte 1944

Mehrere Seiten der freigegebenen FBI-Unterlagen befassen sich mit einem Hinweis auf ein Scheibenflugzeug deutscher Herkunft aus dem Jahr 1944. Kein eigenständiger Bericht, kein abgeschlossener Ermittlungsfall – sondern ein FBI-interner Hinweis auf ein mögliches Flugobjekt, das den deutschen Rüstungsprogrammen des Zweiten Weltkriegs zugeordnet wird.

Die US-Regierung formuliert das, wie Behörden solche Dinge formulieren: vorsichtig, ohne Bestätigung, mit allen nötigen Konjunktiven. „Might have had.“ Könnte gegeben haben. Der Hinweis existiert. Er ist jetzt öffentlich.

Wer die Geschichte der Foo Fighter kennt – jener rätselhaften leuchtenden Objekte, die alliierten Piloten ab 1944 über Europa begegneten und deren Herkunft bis heute offiziell ungeklärt ist –, der weiß, dass dieser Zeitraum kein Zufall ist. Wer sich mit Operation Paperclip beschäftigt hat, weiß, dass das Wissen über deutsche Antriebsprogramme nach 1945 systematisch in die USA transferiert wurde. Und wer die V-Waffen kennt, weiß, was die deutsche Rüstungsforschung in den letzten Kriegsjahren noch entwickeln wollte und was davon je das Licht der Öffentlichkeit erblickt hat.

Das Archiv zieht hier keine Schlüsse. Das Archiv dokumentiert, was jetzt offiziell zugänglich ist. Der Rest liegt beim Leser.


Vollmond über Apollo 17 – und drei Punkte, die niemand erklärt

Weil wir fair sind: Die NASA-Materialien in der Freigabe sind ebenfalls bemerkenswert. Freigegeben wurden Fotos und Funkprotokolle der Apollo-12- und Apollo-17-Missionen. Auf einem Bild der Apollo-17-Mission, aufgenommen 1972 von der Mondoberfläche, sind drei Punkte in Dreiecksformation am Mondhimmel zu erkennen. Im zugehörigen Funkprotokoll beschreiben Astronauten „gezackte, kantige Fragmente“, die während eines Manövers an der Raumkapsel vorbeizogen. Die Bodencrew vergleicht die Szene mit einem Feuerwerk.

Die Gegenerklärung: Trümmer, die beim Manöver der Kapsel abdriften. Möglich. Plausibel. Auch nicht zwingend.

Das Pentagon hat zu keiner dieser Aufnahmen eine abschließende Erklärung geliefert. Das ist keine Seltenheit – alle 162 freigegebenen Dateien befassen sich ausschließlich mit „ungelösten Fällen“, wie das Pentagon selbst betont. Keine der Dateien belegt Kontakt mit außerirdischem Leben. Das Pentagon sagt das explizit. Das Archiv notiert es.


Was bleibt

Wir betreiben dieses Archiv seit 2008. Wir haben Artikel über Haunebu, über Antriebssysteme, über Personen, Orte und Überlieferungen geschrieben, die jahrzehntelang entweder belächelt oder beschwiegen wurden. Es ist eine eigentümliche Situation, wenn das US-Verteidigungsministerium mit einer Website namens war.gov/UFO an den Start geht und dabei FBI-Seiten veröffentlicht, die einen Hinweis auf ein deutsches Scheibenflugzeug aus dem Jahr 1944 enthalten.

Ist das die große Enthüllung? Nein. Ist es eine sorgfältig kuratierte Transparenzgeste mit viel Symbolik und wenig Substanz? Möglicherweise. Ist es trotzdem das erste Mal, dass ein offizielles US-Regierungsdokument Scheibenflugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg als Ermittlungsgegenstand öffentlich zugänglich macht? Ja.

Wir notieren das. Wir sortieren es ein. Und wir warten auf Tranche zwei.


FAQ

Was ist PURSUE? PURSUE steht für Presidential Unsealing and Reporting System for UAP Encounters – ein behördenübergreifendes Programm der US-Regierung zur Deklassifizierung von UAP-bezogenen Akten. Die erste Tranche mit 162 Dokumenten wurde am 8. Mai 2026 auf war.gov/UFO veröffentlicht.

Was steht in den FBI-Akten über deutsche Flugobjekte des Zweiten Weltkriegs? Die FBI-Akte 62-HQ-83894 enthält mehrere Seiten zu einem Hinweis auf ein mögliches Scheibenflugzeug aus den deutschen Rüstungsprogrammen des Jahres 1944. Keine bestätigte Sichtung, kein abgeschlossener Ermittlungsfall – aber ein dokumentierter FBI-Hinweis, der jetzt öffentlich zugänglich ist.

Beweist das die Existenz der Haunebu? Nein. Die freigegebenen Dokumente bestätigen keine spezifischen Fahrzeugtypen und keine Überlieferungsliteratur. Sie dokumentieren, dass US-Behörden über mögliche Scheibenflugzeuge aus dem Kriegszeitraum intern informiert wurden. Was das bedeutet, bleibt offen.

Werden weitere Akten folgen? Ja. Das Pentagon hat eine rollierende Freigabe angekündigt – neue Tranchen sollen alle paar Wochen erscheinen. Das Archiv wird berichten.


Quellen: – PURSUE – Presidential Unsealing and Reporting System for UAP Encounters. US Department of War → https://www.war.gov/UFO/ – Pentagon UAP Release, CBS News → https://www.cbsnews.com/news/pentagon-begins-release-ufo-files/ – Alle spezifischen Angaben zur Haunebu-Verbindung entstammen der nicht verifizierbaren Überlieferungsliteratur und sind als Mythos-Kontext zu verstehen.

Christoph – Haunebu Kommandant, Gründer von Projekt Nordmark

Christoph · Haunebu Kommandant

Gründer von Projekt Nordmark und Haunebu Kommandant des 1.HGPN. Seit 2008 entstehen unter seinem Namen Motive, Texte und Musik rund um Haunebu, VRIL und nordische Mythologie – unpolitisch, aus echter Faszination, mit eigenem Universum.

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GE32 – Kostenloser Online Roman

Wer die Themen dieses Archivs kennt, wird im GE32 Universum eine vertraute Welt finden. Auf ge32.de entsteht mit Sirius B ein serieller Roman der Haunebu, VRIL und alternative Realitäten als lebendigen Kanon erzählt — irgendwo zwischen Military Fiction, nordischer Mythologie und klassischer Space Opera.

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