Es gibt einen Punkt an dem ein Mythos aufhört nur gelesen zu werden – und anfängt, gemacht zu werden.
Haunebu, VRIL, Reichsflugscheiben – das sind Begriffe die im Internet vor allem als Text existieren. Als Theorien, Spekulationen, Überlieferungen. Was seltener sichtbar wird: es gibt Menschen die das Universum mit eigenen Händen weitergebaut haben. Mit Pinsel, Wachs, Tinte, Klang.
Dieser Artikel ist ihr Dokument.
VRILspiration – ein Begriff, eine Haltung

Der Begriff VRILspiration entstand in einer kleinen internationalen Gemeinschaft von Künstlern die das Thema nicht politisch behandelten, sondern ästhetisch. Die VRIL-Energie nicht als historisches Faktum, sondern als Bildprinzip. Als Atmosphäre. Als Quelle.
Für viele Menschen hängt an Haunebu und VRIL zu viel Geschichte, zu viel Konnotation, zu viel Politik. Das ist eine Reaktion die nachvollziehbar ist. Aber sie übersieht etwas: Kunst kennt keine Grenzen. Und die Faszination für das Mysteriöse, das Technische, das Kosmische dieser Überlieferung ist eine ästhetische Faszination die von jedem politischen Kontext vollständig unabhängig existiert.
Das ist die Grundlage auf der die Zusammenarbeit zwischen Projekt Nordmark und den folgenden Künstlern entstand. Kein Programm, keine Ideologie. Gegenseitiges Interesse, gegenseitiger Respekt, und der gemeinsame Wille einem Universum eine visuelle Sprache zu geben die ihm gerecht wird.
Scott – Skulptur, Relief, das Dreidimensionale

Während Projekt Nordmark im digitalen Bildraum arbeitete, näherte sich Scott dem gleichen Universum von einer anderen Seite: physisch, materiell, handgefertigt.
Sein Werk „Vrilspiration“ von 2010 – Acryl auf Leinwand – war eines der ersten Bilder die in der Community als Referenz zirkulierten. Nicht weil es technisch perfekt war, sondern weil es das Thema mit einer Ernsthaftigkeit behandelte die man in der digitalen Szene selten sah. Eine Flugscheibe nicht als Technikillustration, sondern als Objekt mit eigenem Gewicht.
Was danach entstand war noch konkreter.

Der Vril 7 Jäger als dreidimensionales Relief – erst im rohen Entwurfsstadium aus Ton, dann in der finalen grünen Fassung. Ein scheibenförmiges Objekt das man in die Hand nehmen kann, das Masse hat, das den Mythos in etwas Greifbares verwandelt. Die Symbolik die sich um den äußeren Ring zieht – geometrisch, repetitiv, arkan – ist keine Dekoration. Sie ist ein Bedeutungsträger der die Flugscheibe aus dem Technischen ins Rituelles verschiebt.
Dazu eine Haunebu aus Wachs – ein Prototyp der zeigt wie jemand mit den Händen denkt was andere mit Pixeln zeichnen.
Scotts Arbeiten dokumentieren was passiert wenn ein Thema jemanden wirklich beschäftigt: es wird greifbar. Buchstäblich.
Robert N. Taylor – Neofolk, Glasmalerei und der Vril Blitz
Robert N. Taylor ist Musiker, Maler, Zeichner und Autor. Bekannt wurde er als Mitgründer des Folk-Duos Changes – seit den 1960er Jahren aktiv, mit einer Bandgeschichte die sich durch Reformation und Wiederfindung zieht und die die Neofolk-Szene als eine ihrer prägenden Referenzen betrachtet. 2013 spielte Changes unter anderem in Leipzig.
Was weniger bekannt ist: Taylor ist auch passionierter Glasmaler und Zeichner. Seine Arbeiten reichen von detailreichen Glaskunst-Studien bis zu Gemälden die Geschichte, Natur und klassische Erzähltradition verbinden. Sein ganzes Leben hat er der Kunst gewidmet – und mystischen Pfaden die er in seinen eigenen Worten als „der ferne Klang einer alten Welt“ beschreibt.
Die Verbindung zu Projekt Nordmark entstand über das Vril Blitz Sonnenrad – ein Motiv das Taylor gezeichnet hatte und das bei einer Begegnung im Netz sofort seine Wirkung entfaltete. Die Zusammenarbeit war explizit und klar: Taylors Zeichnung als Grundlage, Digitalisierung durch Projekt Nordmark, eigene Ergänzungen – insbesondere das Zentrum des Motivs – und Taylors ausdrückliche Erlaubnis das Ergebnis als Shirt und Aufnäher zu produzieren und zu verkaufen.
Das VRIL Blitz T-Shirt trägt seinen Namen im Titel. Das ist keine Floskel. Das ist die direkte Anerkennung einer Kooperation die aus gegenseitigem Vertrauen entstand – ohne Vertrag, ohne Agentur, auf der Basis von Handschlag und gemeinsamer Überzeugung.
Ilda Ukonniemi – Runen, Symbole und die Flugscheibe als Tattoo-Motiv

Ilda Ukonniemi – bürgerlich Christin Bayer, geboren in Gotha – ist Tätowiererin, Zeichnerin und Musikerin. Jahre als Reiseleitung im Ausland, dann die Rückkehr zu dem was sie als Kind schon konnte: zeichnen.
Ihr Interessensfeld ist spezifisch und konsistent: die Historie des Zweiten Weltkriegs, das alte Ägypten, Prä-Astronautik – und die isländische Magie mit ihren Schutz-Runen und Symbolen. Vegvísir, Ægishjálmur, Veldismagn, Hulinhjálmur – sie trägt die Runen die sie zeichnet selbst auf der Haut. Was sie sticht, versteht sie. Was sie versteht, zeichnet sie.
Seit 2018 entwickelt sie unter ihrem finnischen Künstlernamen eigene Tattoo-Entwürfe. Die Verbindung zu Projekt Nordmark entstand über eine Zeichnung die sie beim Entstehen neuer Entwürfe anfertigte – eine Haunebu als Tattoo-Motiv, schwarz auf weiß, kraftvoll und klar. Das Motiv findet seinen Weg in das visuelle Profil von Projekt Nordmark.
Was Ildas Arbeit auszeichnet ist eine Haltung die zum Nordmark-Universum passt: keine Modetrends, keine leeren Symbole. Schutzzeichen die Bedeutung tragen. Tattoos als etwas das das Leben einschlägig verändern kann – wenn man es ernst meint.
Darktone Haunebu – Klang als Erweiterung
Parallel zu den Digital Paintings entstand Musik.
Darktone Haunebu ist elektronische Musik mit Drone-Elementen – kein Soundtrack, keine Illustration, sondern ein eigenständiges Werk das die Bildwelt akustisch erweitert. Drone-Musik arbeitet mit langen Tönen, langsamen Veränderungen, atmosphärischer Dichte. Das passt zum Thema auf eine Weise die kein anderes Genre tun könnte – Haunebu-Flugscheiben bewegen sich nicht zu einem Popsong. Sie bewegen sich durch eine Klanglandschaft.
2015 diente Darktone Haunebu als Musikinstallation bei der Ausstellung FutuMuhu in Estland – einem Format das bildende Kunst und Klang verbindet. Die damalige Vorsitzende des estnischen Künstlerverbands, Tiiu Rebane, stellte nach der Ausstellung ein Empfehlungsschreiben aus. Das ist kein selbst ausgestelltes Qualitätszertifikat – das ist ein Dokument aus einer internationalen Kunstwelt die das Projekt als Teil ihres Diskurses wahrgenommen hat.
Hinter der konzeptuellen Schicht der Landschaftsarbeiten steht als philosophischer Einfluss Azsacra Zarathustra – ein indisch-russischer Denker dessen Auseinandersetzung mit dem Will to Life als Weiterentwicklung des Nietzscheanischen Willens zur Macht die Bildwerke nicht sichtbar aber spürbar prägt. Die Flugscheibe in unwirtlicher Landschaft, das Licht das aus dem Antrieb bricht, die Energie die nicht kämpft sondern einfach ist – das ist keine zufällige Ästhetik. Das ist eine Haltung.
Was diese Gemeinschaft bedeutet
Die aktive Phase dieser Zusammenarbeit liegt Jahre zurück. Menschen haben andere Wege genommen. Plattformen sind verschwunden. Die Community die damals auf Myspace und in Foren lebte, existiert nicht mehr in dieser Form.
Was bleibt sind die Werke.
Scotts Relief-Objekte. Taylors Zeichnungen und das Shirt das aus einer davon entstand. Ildas Tattoo-Entwürfe. Die Musik die 2015 in einem Ausstellungsraum in Estland lief. Die 1.HGPN Lore die aus dieser Zeit stammt und bis heute das Nordmark-Universum strukturiert.
Projekt Nordmark war nie nur ein Merch-Shop. Es war von Anfang an ein Kulturprojekt – mit echten Kooperationen, echten Menschen, echter künstlerischer Auseinandersetzung mit einem Thema das oft falsch verstanden wird.
Die vollständige Liste aller Künstler die mit Projekt Nordmark zusammengearbeitet haben findet sich unter projekt-nordmark.com/pages/kuenstler.
FAQ
Was bedeutet VRILspiration? Ein Begriff aus einer internationalen Künstlergemeinschaft für Werke die von der VRIL-Energie und dem Haunebu-Universum als ästhetischem Prinzip inspiriert sind – nicht als politische Aussage, sondern als künstlerische Haltung.
Wer ist Robert N. Taylor? Amerikanischer Musiker, Maler und Zeichner – Mitgründer des Folk-Duos Changes, einer der prägenden Referenzen der Neofolk-Szene seit den 1960er Jahren. Sein Vril Blitz Sonnenrad ist die Grundlage des gleichnamigen Projekt Nordmark Shirts, produziert mit seiner ausdrücklichen Erlaubnis.
Wer ist Ilda Ukonniemi? Tätowiererin, Zeichnerin und Musikerin aus Gotha, tätig unter finnischem Künstlernamen. Ihre Arbeit kreist um Runen, Schutz-Symbole, isländische Magie und Prä-Astronautik. Seit 2018 entwickelt sie Tattoo-Entwürfe die auch im visuellen Profil von Projekt Nordmark erscheinen.
Was ist Darktone Haunebu? Elektronische Drone-Musik als eigenständiges Werk und Klanginstallation – aufgeführt bei der FutuMuhu-Ausstellung 2015 in Estland. Konzeptuell beeinflusst von Azsacra Zarathustras Philosophie des Will to Life.
Was ist FutuMuhu? Ein estnisches Ausstellungsformat das bildende Kunst und Klang verbindet. Projekt Nordmark war 2015 mit einer Musikinstallation vertreten. Die damalige Vorsitzende des estnischen Künstlerverbands Tiiu Rebane stellte ein Empfehlungsschreiben aus.
Alle genannten Kooperationen sind real und nachweisbar. Die Werke von Scott, Robert N. Taylor und Ilda Ukonniemi entstanden im Rahmen echter künstlerischer Zusammenarbeit mit Projekt Nordmark. Bilder werden mit Genehmigung der jeweiligen Künstler verwendet.